Ansprechpartner für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber

    Ansprechpartner für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber


    Für gelingende Übergänge braucht es kontinuierliche Begleitung/Ansprechstellen für die Arbeitgeber. Wer käme hier in Frage?



    Diese Frage betrifft vorwiegend das Themenfeld der AG 1: "Übergänge Schule/Ausbildung - inklusive Ausbildung und Hochschule" im Rahmen der Fachtagung "Arbeit inklusiv gestalten" am 8./9.5.2017 in Berlin.
    Das Redaktions- und Moderationsteam von www.reha-recht.de und "Fragen - Meinungen - Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht" ist erreichbar unter info@reha-recht.de
    Dies wäre bisher u.a. eine Aufgabe der Gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger, die jedoch vom Gesetzgeber wegen geringer Leistungen abgeschafft werden. Ab dem 01.01.2018 müssen alle Rehabilitationsträger (Bundesagentur, Rentenversicherung, Unfallversicherung, Krankenkassen, Versorgungsämter, Sozialämter, Jugendämter) Ansprechstellen, auch für Arbeitgeber, einrichten. Für Übergänge von Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf gibt es die Integrationsfachdienste.
    Ergänzend zu den Ausführungen von Herrn Prof. Welti möchte ich noch einige Hinweise geben:

    Seit Jahren fördern Integrationsämter in einigen Bundesländern und auch das BMAS Projekte, in denen die Arbeitgeber kostenfreie Beratung und Unterstützung in Fragen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erhalten. In diesen Projekten geht es zwar meist vorrangig um das Betriebliche Eingliederungsmanagement. Die Beratung zum Thema Behinderung und Arbeit gehört aber in der Regel auch zu den Projekt-aufgaben.
    Ich selbst habe in Schleswig-Holstein viele Jahre in den Projekten "esa - eingliedern statt ausgliedern" vorwiegend kleine Handwerksbetriebe entsprechend beraten.
    Mit Unterstützung bei der Antragstellung von Herrn Prof. Kohte - von dem der Begriff des "Betriebslotsen für KMU" stammt - gibt es jetzt in Schleswig-Holstein eine neue Förderung für ein Projekt "Betriebslotsen im Handwerk", in dem auch wieder das BEM und die Beratung zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu den Aufgaben zählen. Das Projekt wird von der "Gesund leben u. arbeiten in S-H gGmbH" durchgeführt (www.gla-sh.de).
    Mit Beginn des Jahres 2017 hat in Schleswig-Holstein die von mir initiierte BEM-Akademie des Vereins zur Förderung der Betrieblichen Eingliederung - esa e.V. - die Arbeit aufgenommen. Auch über diese Einrichtung erhalten Arbeitgeber Unterstützung. Allerdings ist das Angebot kostenpflichtig (www.esa-sh.de).
    Die BEM-Akademie des esa-Vereins kooperiert mit dem IHR-Rehabilitationsdienst mit Sitz in Köln. Dieser IHR-Rehadienst arbeitet bundesweit und bietet Arbeitgebern ebenfalls (kostenpflichtige) Unterstützung an. Auch der esa-entsprechende Verein in Mecklenburg-Vorpommern (www.esa-mv.de) bietet Betrieben Unterstützung an.
    Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Im Bundesgebiet gibt es sicherlich noch eine große Zahl von Projekten und Einrichtungen, die hier erwähnt werden könnten.
    Deshalb an dieser Stelle meine Frage an die beteiligten Hochschulen: Wäre es möglich, eine bundesweite Erhebung durchzuführen?
    Die Ergebnisse könnten dann auf der Website der Hochschule veröffentlicht werden. Auf diese Weise gebe es eine bundesweite Fundstelle für Arbeitgeber.
    Klaus Leuchter
    www.esa-sh.de
    Für die Thematik Ansprechpartner für Arbeitgeberinnen und
    Arbeitgeber gibt es bereits gute Erfahrungen durch Beratungsprojekte zur
    Teilhabe schwerbehinderter Menschen, die aus der Reihe der Arbeitgeber
    unterstützt werden.

    In Hamburg gibt es bereits seit über 15 Jahren das Projekt
    BIHA (Beratungs- und Inklusionsinitiative Hamburg) faw-biha.de gefördert vom Integrationsamt
    Hamburg und Unterstützt von UV Nord, Vereinigung der Unternehmensverbände in
    Hamburg und Schleswig Holstein.

    Im Projekt Wirtschaft inklusiv wirtschaft-inklusiv.de gibt es
    Erfahrungen als bundesweit operierendes arbeitgeberorientiertes Beratungsprojekt.
    Es werden vor allem kleine und mittelständische Unternehmen angesprochen, um
    diese stärker für die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit einer Schwerbehinderung
    zu gewinnen. Vielfältige Beispiele guter Praxis sowie ein Beratungskompass
    stehen zur Verfügung. Die Beratung richtet sich konsequent auf die konkreten Belange
    der Unternehmen aus. Wichtig ist, dass alle Akteure des regionalen Netzwerkes
    gezielt eingebunden werden.

    Björn Hagen
    www.bagabr.de
    www.faw.de