Internationale Entwicklungen im disability management und ihre Bedeutung für die Eingliederung chronisch kranker Menschen in den Arbeitsmarkt

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      Internationale Entwicklungen im disability management und ihre Bedeutung für die Eingliederung chronisch kranker Menschen in den Arbeitsmarkt

      Abstract von von Markus Taddicken BGW, VDiMa, im Rahmen des DVfR-Symposiums „Arbeitsmedizin und Rehabilitation – Wege zur Teilhabe im Arbeitsleben“ am 8. März 2018

      Zielsetzung:
      Eine effektive Möglichkeit, um die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit komplexen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu halten oder wieder her zu stellen, ist das Angebot eines Teilhabe-Managements, das früh einsetzt, betriebsnah durchgeführt wird und sich an dem individuellen Bedarf der Betroffenen orientiert. Daran orientiert sich ein auch in Deutschland verbreitetes internationales Bildungsprogramm für Disability Manager, die Menschen mit erworbenen Behinderungen qualifiziert unterstützen können, um den Weg zurück in den Beruf trotz Verletzungen oder chronischen Krankheiten zu finden. Ihre Bedeutung für die Teilhabe von Beschäftigten mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Arbeitsleben sollte gestärkt werden.

      Methoden: Disability Management als internationales Bildungsprogramm liefert in Deutschland den Stoff für die Umsetzung der sozialrechtlichen Vorgabe im SGB IX r M.F., den individuellen Bedarf nicht nur zu planen, sondern in komplexen Fällen auch individuell zu managen. Es gibt 1259 (11/2017) Disability Managerinnen und -manager in Deutschland und ein Mehrfaches in der Welt. Sie arbeiten als BEM-Beauftragte in Betrieben oder für Betriebe. 25 Module stehen zur Verfügung, um BEM-Beauftragte fortzubilden. Mehrere Bildungspartner nutzen dieses Angebot, das in die Zertifizierung durch die DGUV mündet.

      Ergebnisse: Deutschland nimmt eine weltweite Führungsrolle in der Anwendung und Weiterentwicklung eines qualitativen Bildungsprogramms ein, das derzeit erfolgreich von mehreren Bildungsträgern als Fortbildung genutzt wird. Die Prüfung muss bei der DGUV im Verbund mit der Universität zu Köln abgelegt werden mit dem Ergebnis: Certified Disability Management Professional (CDMP), mit einer jährlichen Rezertifizierung, die dann gewährt wird, wenn eine bestimmte Stundenanzahl für die Fortbildung in den wesentlichen Kompetenzen von Disability Managern nachgewiesen wird.Schlussfolgerung: Die Erfahrungen der weltweit tätigen CDMP bietet die Chance, voneinander und untereinander zu lernen, auch für Deutschland, und die Partizipation von Beschäftigten mit Behinderungen auf eine internationale Plattform zu heben, damit deren Rechte gestärkt werden, aber auch um betrieblichen global Player ein einheitlichen Standard im Disability Management anzubieten.

      Referenz:

      www.nidmar.ca

      www.disability-manager.de
      Das Redaktions- und Moderationsteam von www.reha-recht.de und "Fragen - Meinungen - Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht" ist erreichbar unter info@reha-recht.de