Aus der Praxis der bundesweiten Verweisberatung für geflüchtete Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen können wir ebenfalls eine unzureichende Versorgung durch geeignete Integrationskursplätze bestätigen. Beispielsweise besuchen die meisten Ratsuchenden mit einer Sehbehinderung keinen Integrationskurs, da kein entsprechendes Angebot in ihrer Umgebung vorhanden ist – insbesondere problematisch, wenn die Betroffenen Familie haben. Zudem können wir bestätigen, dass in ländlichen Regionen Personen mit Mobilitätseinschränkungen an den bestehenden Kursen häufig nicht teilnehmen können, da sie kaum Möglichkeiten haben, den Kurs zu erreichen. Der bereits vorgeschlagene Ansatz, alternative barrierefreie Angebote in digitaler Form bereitzustellen, erscheint unter diesen Gesichtspunkten zielführend.