Beiträge von Iva Kraus

    Liebe Frau Ehrhardt,


    vielen Dank für Ihre Ergänzungen bzw. Richtigstellungen. Die von mir erwähnte Fachtgung wurde von der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation veranstaltet, die auch diese Seite betreibt...
    Was wirklich bedauerlich ist, dass junge Menschen direkt nach der Schule kein Budget für Arbeit bekommen können ohne dafür in der WfbM den BB zu durchlaufen. Damit kommen junge Menschen wieder nicht drumherum, in die "Sonderwelt"-WfbM einzutauchen. Wie verhält es sich da mit dem Budget für Ausbildung? Ist auch da das Durchlaufen des BBB Voraussetzung für die Bewilligung eines Budget für Ausbildung? Ebenfalls sehr schade finde ich, dass das BfA ohne Arbeitslosenversicherung konzipiert wurde und damit eine klare Diskriminierung ggü anderen Beschäftigten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt stattfindet. Da wir uns mit unserer EUTB in Freiburg bzw. im Breisgau-Hochschwarzwald befinden, wird das Förderprogramm Arbeit inklusiv wohl eher in Frage kommen.


    Beste Grüße aus Freiburg

    Lieber Herr Becker, lieber Herr Künneke, liebe Frau Ehrhard,


    vielen Dank erstmal für die hilfreichen Antworten und die bereitgestellten Quellen! Es scheint mal wieder so zu sein, dass die Aussagen bzw. die Bewilligungspraxis der Leistungsträger und die Gesetzeslage weit auseinandergehen. Tatsächlich raten wir i.d.R. trotzdem zu einem Antrag, auch wenn uns von Seiten der Fallmanager*innen keine Aussicht auf Erfolg beteuert wurde. Sollte es dann zur Ablehnung kommen, prüfen wir genau die dafür zu Grunde gelegten Argumente. Allerdings erleben wir häufig, dass unsere Ratsuchenden schlichtweg nicht die Kraft haben, sich auf ein langwieriges Widerspruch- und Klageverfahren einzulassen, auch trotz Unterstützung des VDK (der ja auch nicht jedes Unterstützungsgesuch bedient) - da beißt sich die Katze leider in den Schwanz. Umso mehr freut es mich zu hören, dass Sie, Herr Künneke, erfolgreich mit dem BfA eine qualifizierte Tätigkeit ausführen. Schwierig wird es dann wohl, wenn (wie Herr Becker dankenswerterweise eingebracht hat) die Grenze von 40 % der Bezugsgröße überschritten wird. Bei der kürzlich stattgefundenen DVfR-Fachtagung "Budget für Arbeit - Recht trifft Praxis" kamen die Expert*innen zu der Einschätzung, dass weder eine Erwerbsminderung festgestellt worden sein muss, noch dass der LB den BBB durchlaufen haben muss, um für ein BfA in Frage zu kommen. Darüberhinaus bestand Einigkeit darüber, dass es rechtswidrig sei, wenn Arbeitgeber keine Arbeitslosenvericherung zahlen (Diskriminierungsverbot!), was aber offenbar gängige Praxis ist und teilweise sogar von Trägern der EGH als Anreiz forciert wird, um mehr Arbeitgeber zu gewinnen, die MmB über das BfA beschäftigen.

    Guten Morgen,


    uns beschäftigt in der Beratungspraxis häufig die Frage, wie Menschen mit einer vollen Erwerbsminderung wieder eine berufliche Perspektive bekommen können.
    Der Wunsch vieler dieser Ratsuchenden ist bis zu 3h täglich (teilweise auch mehr, sofern die Bedingungen stimmen würden) auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten.
    Allerdings bestätigen uns die Fallmanager*innen der ansäßigen Agentur für Arbeit und der DRV immer wieder, dass keine Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) bewilligt würden,
    wenn eine volle Erwerbsminderung festgestellt wurde. Damit ist diese Personengruppe vom allgemeinen Arbeitsmarkt gänzlich ausgeschlossen, wenn Arbeitsassistenz, technische Hilfsmittel, KFZ-Hilfe etc. Voraussetzung für die Beschäftigung sind. Natürlich gibt es da noch das Budget für Arbeit - jedoch ist das BfA ja (wenn ich da richtig informiert bin) nur auf Hilfstätigkeiten angelegt, nicht aber für qualifizierte Tätigkeiten, was nicht für jede*n Ratsuchende*n passend ist... Was gibt es da für Möglichkeiten?


    Vielen Dank im Voraus!


    Mit freundlichen Grüßen, Iva Kraus EUTB® Breisgau Hochschwarzwald und Freiburg