Beiträge von Matthias Seidel

    Guten Tag Herr Bungart,


    In gewisser Weise haben Sie recht. Um dem Arbeitgeber verlässlich mitteilen zu können wie hoch der Zuschuss ist, ist Vorraussetzung, dass die Rahmenbedingungen klar sind und die stehen nunmal im Arbeitsvertrag. Abgesehen davon, dass auch die Zustimmung zu diesem Arbeitsvertrag vorhanden sein muss. Wenn die Rahmenbedingungen, insbesondere der Lohn, nicht eingehalten werden, akzeptieren wir diesen Vertrag nicht und müssten ablehnen.


    Beste Grüße.

    Lieber Michael,


    Von zeitbasiert habe ich nicht gesprochen!!! Der Arbeitgeber muss den Mehraufwand darstellen, damit der gegebenenfalls erstattet werden kann, also beziffern. Das betrifft ausschließlich die Anleitung im Arbeitsprozess. Nicht zu verwechseln die Begleitung, siehe Sozialdienst einer WfbM, diese leistung diese wird in Berlin pauschal vergütet. Egal, ob es der Sozialdienst einer WfbM, IFD oder eine Vertrauensperson übernimmt. Die Hilfestellung bei Konflikten stellt die Begleitung dar, die über o.g. Möglichkeiten abgedeckt werden können.

    Hallo Michael,


    Das Budget ist von der WfbM abgekoppelt. Die Anleitung was die Produktionsprozesse anbetrifft, kan nur durch den Arbeitgeber erfolgen. Die Begleitung kann der mitarbeiter selber organisieren, d.h. es kan der Mitarbeiter des Sozialdienstes einer WfbM sein, kann der IFD sein oder eine andere Vertrauensperson. In Berlin sind diese Unterstützungsleistungen über Pauschalen abgedeckt. Den Aufwand den der Arbeitgeber zusätzlich hat, muss er definieren und beziffern können, denn dies sind auch Kosten die erstattet werden.

    Liebe Frau Erhardt,

    da beschreiben Sie genau das Problem. Im Sinne einer selbsbestimmten Lebensführung gehört es natürlich auch dazu "seine Zeit abzusitzen", aber eben auch, die Möglichkeit zu haben, in der Arbeitswelt anerkannt und angekommen zu sein. Die, die das Budget für Arbeit in Anspruch genommen haben, bereuen es nicht, ganz im Gegenteil, sie sind froh diese Möglichkeit bekommen zu haben. Insbesondere die Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die auf Grund dessen in Ihrem Beruf nicht mehr arbeiten können, sind sehr dankbar.

    Wir haben in Marzahn/Hellersdorf ein Budget im September bewilligt. das Prozedere ist ähnlich wie dem des Budget für Arbeit. Für den Antragsteller fällt die Beratungspflicht beim Rententräger weg, es wird kein Lohnkostenzuschuss gezahlt, der Rest bleibt bestehen.

    Für mich ist jedoch das falsche Instrument. es existieren bereits viele Angebote zur Berufsausbildung auch für Menschen mit Beeinträchtigungen. In den Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die das ja organisieren sollen auch wenn die LAG federführend ist, sind damit eigentlich überfordert, Mitarbeiter zu motivieren und ins Budget für Ausbildung zu überführen. In Berlin fehlt es auch noch an den Empfehlungen im Umgang mit dem Budget durch die Senatsverwaltung.

    Zu den Anspruchsvoraussetzungen:

    wie oben schon beschrieben, richtet sich die Leistung an Personen die die Anspruchsvoraussetzungen des §58 SGB IX erfüllen, d.h. erfolgreich das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich einer Werkstatt (WfbM) durchlaufen haben und im Arbeitsbereich eine WfbM arbeiten können. Sie sind damit auch dauerhaft erwerbsunfähig. Im land Berlin können auch Personen das Budget in Anspruch nehmen, wenn sie auf Grund einer psychischen Erkrankung dauerhaft erwerbsunfähig sind und vor der Anerkennung der EU mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren.

    Wichtig ist heirbei zu beachten, dass es ein ganz normaler Arbeitsvertrag, mit dem gesetzlichen Urlaubsanspruch, sich am branchenüblichen Tariflohn, mindestens jedoch am Mindestlohn orientieren muss. Der Antragsteller muss sich auch vom Rententräger beraten lassen, weil bei Werkstattmitarbeitern das Rentenprivileg wegfällt.